Mehrgenerationenhaus – Wesel Blumenkamp

23. Oktober 2017

Die Idee:

Das Mehrgenerationenhaus (MGH) Wesel moderiert in Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Stadt Wesel seit 2 Jahren ein Projekt zur Quartiersgestaltung in Blumenkamp. Blumenkamp ist ein Ortsteil mit hohen Altersschnitt und niedrigem durchschnittlichen Energiestandard der Bebauung. Gleichzeitig wurde der Stadtteil in den letzten Jahren mit einem Verlust an Infrastruktur (Schließung der Sparkasse, des Lebensmittelladens usw.) konfrontiert. Aufgrund der Entfernung von 8 km zur Innenstadt ist das eine Entwicklung, die sich unmittelbar auf die Lebensqualität im Stadtteil auswirkt und längere Alltagswege und mehr Verkehr nach sich zieht.

Das Projektteam möchte die Bürgerinnen und Bürger von Blumenkamp verstärkt für das Thema Energie sensibilisieren, insbesondere zu den Themen Wärme, Strom und Mobilität. Die konkreten Ideen zur Umsetzung werden gemeinsam mit den sehr aktiven Teilnehmenden des Quartiersprojektes entwickelt. Die Auswahl und Priorisierung einzelner umzusetzender Maßnahmen legen die Teilnehmenden selber fest.

Auch die Interaktion mit interessierten Akteuren in anderen Stadtteilen ist Teil der Idee. Der Entwicklungsprozess soll frühzeitig transparent gemacht und Möglichkeiten der Partizipation geschaffen werden. Auch hier unterstützt Energie fürs Quartier. Mehr Informationen zur Entwicklung in Wesel finden sich zeitnah im Projektblog.

Das Team:
Fee Kösters
Heinrich Schnieders
Volker Burger
Klaus Rohler
Anne Oberdorfer
Ingrid Bozsoki
Friedrich Eifert

Das Ergebnis:

Das Projektteam ging bei er Projektbeantragung davon aus, dass bei Neueigentümern ein großes Interesse an Fragen der energetischen Sanierung besteht. Für die ältere Bewohnerschaft sollten Mobilitätsverbesserung erreicht werden, insbesondere durch emissionsarme Alternativen, z. B. durch Elektromobilität, Fahrgemeinschaften und Fahrdiensten. Die Prozesse sollten partizipativ gestaltet werden und die Bewohnerschaft aktivieren.

Um den Austausch in Gang zu bringen wurden Netzwerktreffen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Verbraucherberatung Wesel wurden Sprechstunden und Vorträge zur Energiewende angeboten.
Das erhoffte Interesse von Eigenheimbesitzern zur Installation von energiesparender Technik kam nicht im angestrebten Umfang zustande. Aus den Erfahrungen wurde die Lehre gezogen, in der Kommunikation zu technischen Aspekten der Energiewende zukünftig verstärkt auf die direkte Ansprache zu setzen, bei denen konkrete individuelle Vorteile von bestimmten Maßnahmen aufgezeigt werden können. .

Im Quartier werden derzeit zwei Mitfahrerbänke erprobt. Ein neu eingerichteter solarbetriebener Schaukasten und ein regelmäßiger Newsletter informieren BürgerInnen im Quartier kontinuierlich über Themen der Energiewende.

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