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Jahresrückblick. Das war…

3. Januar 2019

…2018! Das EfQruhr-Jahr begann im Januar mit der Auftaktveranstaltung im Unperfekthaus. Es folgten weitere Mentoring- und Netzwerkveranstaltungen.  Dabei offenbarte sich: eigene Ambitionen und verfügbares Zeitkontingent sind nicht immer deckungsgleich. Ehrenamtliche Tätigkeit in Kombination mit den unterschiedlichen Hintergründen erschwert organisatorische Abstimmungen. Schüler, Rentner, Studenten, Lehrer, Angestellte, Freiberufler, Hochschulmitarbeiterin, Mutter oder Vater… alle haben unterschiedliche Verpflichtungen, die den Rahmen für das eigene Engagement im jeweiligen EfQruhr-Projekt setzen.

Austausch, Input und Motivation

Die Veranstaltungen des Mentoringprogramms verteilten sich über das Jahr. Sie dienten zum einen der inhaltlichen Weiterbildung – zum anderen dem Erfahrungsaustausch untereinander. Oftmals konnten sich die Teamvertreter teamübergreifend unterstützen und gegenseitig motivieren. Die Veranstaltungen 2018:

Unterschiedliche Wissensstände und Fragestellungen machten es für die Referenten jedoch mitunter schwer gezielt auf einzelne Problemstellungen einzugehen. Nach dem Feedback von Referenten und Teilnehmern wurde der Schwerpunkt des Mentoringprogramms auf Einzelcoachings der Teams verlagert. Um dem Austausch untereinander jedoch ebenfalls Raum zu lassen, wird es auch 2019 noch einzelne Gruppenveranstaltungen geben.

Jahresende: Wo stehen die Teams?

Das Team Fahrradflotte hatte zunächst mit Lieferproblemen für ihre Pilot-Rikscha zu kämpfen. Doch mit motivierten Ehrenamtlern ist auch im verregneten Winter, statt im sonnigen Spätsommer eine erste Fahrer-Einweisung möglich. Gute Fahrt!!

 

 

Das Rad Team des Leibniz Gymnasiums startet mit ihrem Werkstattangebot durch. Neue Räume wurden bezogen, Werkzeug und Material beschafft, neue Mitglieder gewonnen… die emsigen Schüler denken sich eine Aktion nach der anderen aus. Man darf gespannt sein, was sie 2019 aushecken!

 

Im Klimaquartier Broich ist der ursprüngliche Ansatz einer Quartiers-Kampagne weiter gewachsen. Derzeit laufen Gespräche mit KMUs und weiteren Partnern zur Umsetzung lokaler Stromerzeugung. Mittels langfristiger Verträge kann vom Quartier fürs Quartier Strom erzeugt werden. Mehr zu BroichStrom und dem Thema Power Purchase Agreement auf dynamis-online.de.

 

Die Geschenkte Energie wird zum Giver. Der zu Beginn noch schwer zu fassende Ansatz wird mit der Zeit immer konkreter. Mit Unterstützung des Künstlers und Kunststromproduzenten Pablo Wendel entwickelt das Projektteam mit alteingesessenen und neuen Bewohnern von Ückendorf ein dezentrales Konzept. Noch 2019 soll es nach weiteren Entwickler-Workshops direkt in die Umsetzung gehen.

 

Selbst überrascht vom breiten Interesse an der Thematik PV & Solaranlagen setzte das Team Sonne2Go im Jahr 2018 auf Vernetzung zur Weiterentwicklung neuer Ideen. Verortet im MakerSpace Halle 1 Hochschule wollen die drei Tüftler in den nächsten Monaten weitere praktische Anwendungen für die Energiewende und ihre transformativen Prozesse eruieren.

 

Im Mehrgenerationenhaus zeigte sich deutlich, wie wichtig eine zentrale, treibende Kraft für die Weiterentwicklung von Ideen ist. Trotz personeller Turbulenzen, arbeiten die Blumenkamper weiter an ihren Ideen. Sie haben Vorträge organisiert, eine Mitfahrbank ins Leben gerufen und sich mit weiteren Informationsangeboten am Stadtteilgeschehen beteiligt.

Die Dortmunder urbanisten haben für das Upcycling Labor neue Ansätze entwickelt, Werkstoffe erprobt und sich handwerklich weitergebildet. Sie entwickeln gezielt Angebote, Bauprojekte sowie Unterrichtsmaterial für unterschiedliche Schulformen. Anknüpfungspunkte für das upcycling-Labor gibt es auch in andere Bereiche ihres Engagements: So beteiligen sie sich an der erfolgreichen Organisation des You Do-Festivals und des Trash-up Festivals.

Und das Fachgeschäft für Stadtwandel? Hat es innerhalb eines Jahres von der Idee bis zur Eröffnung gebracht. Aktive Vernetzung im Stadtteil Holsterhausen, zahlreiche Partner und viele ehrenamtliche Hände machen es möglich. Wandelbibliothek, Kleiderkammer und Co-Working inklusive. Bis September 2019 ist der Betrieb des Ladenlokals gesichert. Gratulation und weiter gutes Gelingen!

 

 

 

Comments (2)

  • Irene Maucher

    30. Mai 2019 at 7:29

    Dem Fachgeschäft Stadtwandel Glückwunsch zur Idee und den spannenden Initiativen.
    Die Idee einer vom Stadtteil getragenen Quartiersentwicklung finde ich super.

    Eine Frage: Was passiert nach dem September 2019?
    Gibt es bereits Vorstellungen zu Anschluss-Finanzierung?
    Es wäre sehr schade wenn die guten Ideen und wieder versickern.

    Gruß I.

  • Stefan Kohlmann

    5. Juni 2019 at 16:44

    Das Fachgeschäft für Stadtwandel wird mindestens bis Ende 2020 weiterexistieren. Die Stadt Essen engagiert sich finanziell und hat ein Interesse an einer Verstetigung des Engagements. Im Moment wird das Fachgeschäft rein ehrenamtlich getragen. Langfristig wünschen wir uns, über weitere Fördergelder mindestens eine Stelle zu schaffen, um die Arbeit weiter zu professionalisieren. Die Ideen werden also nicht versickern, sondern es werden hoffentlich noch viele weitere Ideen sprudeln!

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