Geschenkte Energie – Gelsenkirchen Ückendorf

23. Oktober 2017

Die Idee:

Gelsenkirchen-Ückendorf ist ein Quartier voller Gegensätze, Probleme, Aufbrüche und Chancen. Eine dieser Chancen könnte die Energiewende sein. Im öffentlichen Raum möchte das Projektteam ein Objekt errichten, das aus sich selbst heraus Strom erzeugt (z.B. mit Solarzellen). Der gewonnene Strom, gehört allen und kostet niemanden etwas: Geschenkte Energie für das Quartier. Die Idee ist, kleine kreative Anwendungen zu betreiben, die von allen benutzt werden können. Diese Funktionen sind interaktiv, vermitteln Wissen, unterhalten oder fördern die Kommunikation untereinander.

Angesprochen sind alle Quartiersbewohner: Rentner, Schüler, alteingesessene Ückendorfer, die Kinder und Enkel der Gastarbeiter, Großfamilien aus Rumänien und Bulgarien, Künstler und Kreative… Das Projektteam möchte die Menschen zunächst besser kennenlernen. Was gefällt ihnen an diesem Ort gut, was nicht so gut? Was nervt im Alltag? Was würde das Zusammenleben fördern? Gemeinsam wird dann das Projekt im und für das Quartier entwickelt.

 

Das Team:

Matthias Krentzek
Christoph Lammert
Simon Schlenke
Christoph Lottritz
Hiltrud Lammert-Hense

Das Ergebnis:

Zu Beginn von „Geschenkte Energie“ stand eine Idee Impulse für das Miteinander unterschiedlicher sozialer Milieus und einen respektvollen Dialog im Quartier zu geben. Katalysator dafür sollte ein „Ding“ im öffentlichen Raum werden. Als kreativ-künstlerisches Ziel wurde gesetzt, dass das „Ding“ mit geschenkter Energie betrieben und Energie in unterschiedlichen Formen verschenkt wird. Die Konzeption und das Design sollten reproduzierbar bzw. durch andere Akteure transferierbar sein.
BürgerInnen aus dem Quartier haben sich im Rahmen von Workshops an der Entwicklung des „Dings“ beteiligt, dass im Projektverlauf in „Giver“ umbenannt wurde. In Workshops wurden verschiedene Bewohnergruppen zusammen gebracht. Die uransässige Einwohnerschaft arbeitete mit Geflüchteten sowie Jugendliche eines Jugendzentrums mit Kreativen an der Entwicklung. Schließlich wurden sieben Prototypen des „Givers“ hergestellt.

Im Projektverlauf wurde deutlich, dass der Prozess im Vordergrund stehen sollte, ein „Ding“ mit den Menschen vor Ort gemeinsam zu entwickeln. Das Ziel eines transferierbaren Produkts wurde fallengelassen. Stattdessen soll der Prozess, Energie im Quartier zu verschenken, transferierbar werden. Hierzu werden Informationen aufbereitet und Interessierten zur Verfügung gestellt.

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Voriger Beitrag Nächster Beitrag